Zusammenfassung
Agroscope kündigt die Zulassung von sieben neuen Rebsorten an — Florisia, Elaris, Orellis, Damona, Valpesia, Dioniso und Taranis — entwickelt über mehr als fünfzehn Jahre. Vier weiße und drei rote Sorten kombinieren mindestens zwei Resistenzgene gegen die beiden dominanten Pilzkrankheiten der Rebe: Falscher Mehltau und Echter Mehltau. Diese Genpyramide erhöht die Dauerhaftigkeit der Resistenz und verringert die Anfälligkeit für Schwarzfäule und Botrytis. Feldversuche in der Schweiz und in Frankreich zeigen starke Leistungen unter hoher Infektionsdruck. Obwohl ein bis zwei Fungizidbehandlungen pro Jahr empfohlen werden, um den Resistenzverlust zu verhindern, kann der Gesamtverbrauch um 80–90 % gesenkt werden. In Zusammenarbeit mit INRAE baut Agroscope auf intensive Selektion, um hochwertige Weine mit umweltbewusster Landwirtschaft zu verbinden. Die ersten Pflanzen werden voraussichtlich um 2029 für Winzer verfügbar sein.
Unser Kommentar
Der Artikel hebt zu Recht Innovationen in der resistenten Züchtung hervor, fehlt jedoch an Nuancen zu möglichen Nachteilen wie genetischer Uniformität, Geschmacksvielfalt und langer Einführung in kommerzielle Weinberge. Der Fokus liegt stark auf Resistenzraten; eine kritische Betrachtung agroökologischer Risiken und der Marktrelevanz fehlt.
Über den Verlag
Agroscope ist das Schweizerische Bundesforschungsinstitut für Landwirtschaft und vereint Grundlagen- und angewandte Forschung. Kritisch betrachtet arbeitet es oft nahe an politischen Agenden, was die Objektivität von Nachhaltigkeitsbehauptungen beeinflussen kann.